Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot nach Handynutzung

Fahrer, die unterwegs am Steuer ihr Mobiltelefon nutzen, sollen künftig mit einem Monat Fahrverbot bestraft werden.

Fahrerin am Steuer mit Handy am Ohr (© Markus Mainka – fotolia.com)Die Forderung nach einem Fahrverbot hat die Deutsche Verkehrswacht (DVW) am 10. Juni 2017 auf ihrer Jahreshauptversammlung in Würzburg beschlossen. Laut Delegiertenvotum sollen schwere Verstöße gegen § 23 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zukünftig mit einem einmonatigen Fahrverbot geahndet werden. Diese Forderung soll auch für Nutzer von Mobiltelefonen am Steuer gelten, die wiederholt ermittelt werden.

„Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine große Gefährdung anderer im Straßenverkehr“, sagt Kurt Bodewig, Präsident der DVW. Die Mitglieder begrüßten zudem das Vorhaben des Bundesverkehrsministeriums und der Verkehrsministerkonferenz, für diese Delikte strengere Strafen einzuführen. Die DVW hofft auf eine schnellstmögliche gesetzliche Regelung angesichts der hohen Unfallgefährdung, die von der Nutzung mobiler Endgeräte während einer Autofahrt ausgeht.

Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage vom August 2016 gaben 30 Prozent der Autofahrer an, hin und wieder einen Blick auf ihr Mobiltelefon zu werfen um zu sehen, ob jemand angerufen oder geschrieben hat. Ebenso viele gaben an, ihr Mobiltelefon während der Fahrt aktiv zu nutzen. Von den Befragten fühlen sich dabei 40 Prozent stark und weitere 20 Prozent sehr stark abgelenkt; Fahrfehler werden in Kauf genommen. Die forsa-Umfrage wurde von DVW und dem ACV Automobil-Club Verkehr in Auftrag gegeben.

BMVI: Ausweitung des Handyverbots im Straßenverkehr

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