Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Studie zu Lang-Lkw zeigt positiven Klimaeffekt

Eine aktuelle Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass sich Lang-Lkw positiv auf die CO2-Emissionen des Güterverkehrs auswirken.

Lang-Lkw auf der Autobahn, © Marco2811 - FotoliaSo erwarten die Forscher für 2030 durch den Einsatz der besonders großen Fahrzeuge Einsparungen von ca. 2 Millionen Fahrten und 269 Millionen Fahrzeugkilometern. Auch gehen sie davon aus, dass sich der Dieselverbrauch um 40,2 Millionen Liter jährlich reduziert. In der Folge würden sich die Treibhausgasemissionen um 113.428 Tonnen verringern. Für die Treibhausgasbilanz entspräche das einem Minus von 113.009 Tonnen und somit 0,22 Prozent der prognostizierten Gesamtemissionen für den Güterverkehr in Deutschland. Auch kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Lang-Lkw – anders als von Kritikern befürchtet – nicht zu einer Verlagerung des Güterverkehrs auf die Straße führen.

Auftraggeber der wissenschaftlichen Analyse sind die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg und die Daimler AG. Letztere hat zudem mehrere Fahrzeuge für Tests unter realen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Hierbei konnte der Einsatz von Lang-Lkw die Treibhausgasemissionen um 10 bis 11 Prozent reduzieren. Hinzu kamen die Ergebnisse des deutschlandweit durchgeführten Feldversuchs. Die Daten ausgewertet haben externe Gutachter der Prognos AG und der Thinkstep AG gemeinsam mit der Fakultät für Wirtschaft und Verkehr der Hochschule Heilbronn.

Zusätzlich hat es einen Beirat gegeben, der sich aus Vertretern vom ADAC und von Schenker, dem Gemeindetag Baden-Württemberg, den Unternehmen Große-Vehne Transporte und Speditions GmbH sowie dem IHK Rhein-Neckar, dem Städtetag Baden-Württemberg, dem VCD Baden-Württemberg, dem Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbes und dem Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg zusammengesetzt hat. Zudem hat die Expertenorganisation DEKRA den Projektabschlussbericht eingehend geprüft.

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