Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Tirol fordert Obergrenze für Lkw

Das österreichische Bundesland Tirol setzt sich dafür ein, den alpenüberquerenden Lkw-Verkehr von 2,25 Millionen auf 1 Million Fahrzeuge jährlich zu reduzieren.

Brennerkorridor, © auergraphics - FotoliaWie eurotransport.de berichtet, diskutieren hierzu die zuständigen Politiker derzeit darüber, ob es sinnvoll ist, eine offizielle Obergrenze für Lastkraftwagen einzuführen. Eine weitere Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen, sind die derzeit stark kritisierten Blockabfertigungen. Bei diesen werden maximal 250 bis 300 Lkw pro Stunde abgefertigt. Insbesondere auf deutscher Seite kommt es hierbei immer wieder zu massiven Staus und Verkehrsbehinderungen. Für dieses Jahr sind bereits um die 30 Termine festgesetzt, an denen die Methode zum Einsatz kommen soll.

Ein weiteres Mittel, die Verkehrsauslastung in Tirol zu reduzieren, ist die erhöhte Korridormaut, die das österreichische Bundesland Anfang März gemeinsam mit dem italienischen Bundesland Südtirol einleiten will. Mit der höheren Gebühr wollen die Beteiligten bewirken, dass die Alpentransitstrecken an Attraktivität einbüßen. Daher hoffen die beiden Länder, dass sich auch Bayern in naher Zukunft dem geplanten Vorhaben anschließt.

Um den Konflikt zwischen Österreich, Deutschland und Italien zu lösen, findet am 5. Februar 2018 in München der sogenannte „Brenner-Gipfel“ statt. Unter Leitung der EU wollen die Vertreter der drei Staaten sowie Tirols und Bayerns dort gemeinsam eine Lösung für die schwierige Verkehrssituation auf den betroffenen Strecken finden.

Meldung bei eurotransport.de

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