Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Unfallstatistik 2017: mehr Getötete durch Transporterunfälle

Das Statistische Bundesamt hat für 2017 eine Zunahme der Verkehrsunfälle mit Todesfolge bei Insassen von Nutzfahrzeugen festgestellt.

Warndreieck vor Unfallstelle, © benjaminnolte - FotoliaWie eine Analyse der Daten durch die DEKRA Unfallforscher jedoch zeigt, betrifft das Problem nicht primär Lkw und Busse, sondern vor allem leichte Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von unter 3,5 Tonnen. So sind im Zeitraum Januar bis November 2017 insgesamt 24,6 Prozent mehr Personen in Güterkraftverkehrsfahrzeugen ums Leben gekommen als im Vorjahreszeitraum. In den meisten Fällen haben die Getöteten jedoch hinter dem Steuer eines Transporters gesessen. Bei Verkehrsunfällen mit Lastkraftwagen ist die Zahl der Todesopfer hingegen um vier Prozent gesunken. Die Fälle, in denen Berufskraftfahrer mit einer Sattelzugmaschine tödlich verunglückt sind, weist ein vergleichsweise geringes Plus von drei Prozent auf.

Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Gesamtzahl der Personen inklusive der Nicht-Insassen betrachtet, die bei einem solchen Unfall ihr Leben gelassen haben. Diese hat sich bei Lkw und Sattelzugmaschinen um jeweils fünf Prozent auf insgesamt 28 Verkehrsopfer reduziert, während sie bei Vorfällen mit Transportern um ein Drittel auf 220 Menschen zugenommen hat. Die meisten Unglücke mit tödlichem Ausgang gibt es allerdings nach wie vor bei Verkehrsunfällen mit Pkw: Zwar hat sich die Zahl der Toten 2017 hier um sieben Prozent reduziert, liegt aber mit 2.098 Getöteten immer noch weit über denen der anderen Fahrzeugklassen.

DEKRA Pressemitteilung


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