Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

7000 Euro Zuschuss für E-Transporter?

Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze will die Kaufprämie für elektrische Lieferwagen um fast das Doppelte erhöhen.

Lieferwagen in Stadt, © m.mphoto - fotoliaDer bisherige Umweltbonus in Höhe von 4000 Euro beim Kauf eines Elektroautos ist nach Meinung der Ministerin Schulze (SPD) zu niedrig, um die Elektromobilität im Mittelstand nachhaltig zu fördern. In einem Interview mit RP Online vertrat die Politikerin die Position, dass 7000 Euro eine Größenordnung sei, ab der sich die Flottenumstellung für viele Logistiker und auch Handwerker lohne. Die Elektromobilität könnte sich hier als erstes durchsetzen, weil die Strecken meist kurz und gut planbar sind und die Autos nachts aufladen können.

Die durch den Zuschuss entstehenden Kaufanreize sollen die Luftqualität in den Innenstädten verbessern. Der Bonus richtet sich vor allem an Nutzer von Stadtlieferwagen, die mittelständische Unternehmen innerhalb von Städten zur Personenbeförderung und zum Gütertransport verwenden. Die Kaufprämie bezahlt zur einen Hälfte der Bund, zur anderen Hälfte der Hersteller des Elektrofahrzeugs.

Anlass für die Überlegungen zur Erhöhung der Prämie sind auch die bisher verhalten ausfallenden Reaktionen auf den Umweltbonus für E-Fahrzeuge. Dies zeigen auch die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Seit Beginn des Programms im Juni 2016 gingen im Bundesamt nur 57.549 Anträge ein. Von den insgesamt 600 Millionen Euro, die als Zuschussmasse zur Verfügung stehen, sind bisher erst 65 Millionen Euro verbraucht.

RP Online: Interview mit Umweltministerin Schulze  (07.04.2018)

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