Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

EU-Parlament: Entfernungs-Maut für alle

Das EU-Parlament will die Mautgebühren für Lkw und Busse auf europäischen Straßen ab 2023 nach der zurückgelegten Entfernung berechnen.

Mautschild (© pixelfreund, Fotolia)Geht es nach der EU, müssen Fahrer in Zukunft die tatsächlich von ihnen gefahrenen Kilometer bezahlen. Für Lastwagen über 2,4 Tonnen könnte die Gebühr ab 2023 gelten, ab 2027 wären auch Lieferwagen, Minibusse und Pkw dabei. Der Vorschlag des Parlaments soll in allen EU-Staaten gelten und hat das Ziel, Emissionen im Transportverkehr zu reduzieren.

Die Pläne des europäischen Gesetzgebungsorgans wären allerdings nicht mit Mautmodellen in den Ländern der EU kompatibel, die Fahrern für einen festgelegten Zeitraum eine unbeschränkte Kilometerleistung erlauben. Geplant – aber noch nicht umgesetzt – ist ein solches Modell unter anderem in Deutschland mit der Pkw-Maut. Laut des EU-Parlaments spricht für ein kilometerbasiertes Abrechnungssystem jedoch, dass es die tatsächliche Straßennutzung akkurater widerspiegele sowie Unternehmen und Kraftfahrern Anreiz bietet, Fahrtstrecken einzusparen.

Für die Entscheidung stimmten 398 Abgeordnete, 179 dagegen und 32 enthielten sich. Bevor die Verhandlungen mit dem Rat und der EU-Kommission über die letztlich gültigen Regeln beginnen, müssen die einzelnen EU-Verkehrsminister noch ihre Position festlegen.

Pressemitteilung Europäisches Parlament

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