Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Gerichtsurteil: Dieselfahrverbot auf der A 40

Nach einem Gerichtsurteil des Gelsenkirchener Verwaltungsgericht drohen auf der A 40 im Großraum Essen ab Sommer 2019 Fahrverbote für Benzin- und Dieselfahrzeuge.

Gerichtsurteil: Dieselfahrverbot auf der A 40 (© Erika Wehde, Fotolia) Schlechte Nachrichten für Berufskraftfahrer, die viel in der Ruhrmetropole unterwegs sind: Ab dem 1. Juli 2019 dürfen Pkw, Lkw und Busse mit Ottomotoren der Klassen Euro 2/II und älter sowie Dieselkraftfahrzeuge mit Euro 4/IV-Motoren Teile des Essener Stadtgebiets nicht mehr befahren. Darüber hinaus gilt der Beschluss ab dem 1. September 2019 auch für Diesel der Klasse Euro 5/V. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts ist jedoch noch nicht rechtskräftig und Kommunen sowie Landesregierung haben angekündigt, Berufung einzureichen.

Von der Einschränkung betroffen wären die meisten Stadteile Essens sowie ein Abschnitt der A 40, der direkt durch die Stadt führt. Hintergrund ist eine Klage des Vereins „Deutsche Umwelthilfe e. V.“ gegen das Land NRW. Die Organisation begründet ihre Entscheidung damit, dass die Luft im Stadtgebiet 2017 im Schnitt mit 50 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter (µg/m³) belastet gewesen ist. Gesetzlich erlaubt sind jedoch nur 40 Mikrogramm.

Vertreter aus Wirtschaft und Politik kritisieren die geplante Maßnahme auf einer der Hauptverkehrsstraßen des Ruhrgebiets. Sie befürchten vor allem höhere Kosten für Unternehmen und Zeitverluste für Pendler aufgrund von längeren Alternativrouten.

Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen

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