Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Neues Förderprogramm: Nachrüstung von Kommunalfahrzeugen

Insgesamt 100 Millionen Euro stellt die Bundesregierung für die Hardware-Nachrüstung von Müll-, Feuerwehr- und Straßenreinigungsfahrzeugen mit Stickoxidminderungssystemen bereit.

Müllwagen (© Goss Vitalij - Fotolia)Die angekündigten Dieselfahrverbote stellen deutsche Großstädte wie zum Beispiel Essen, Berlin und München vor Herausforderungen. Grund für die Maßnahmen sind die regelmäßig überschrittenen Schadstoff-Grenzwerte. Um die Luftqualität insbesondere in Ballungszentren zu verbessern, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nun ein neues Programm ins Leben gerufen. Es soll Kommunen dabei unterstützen, Fahrzeuge mit genehmigten Abgasnachbehandlungssystemen nachzurüsten, um so Stickoxidemissionen zu reduzieren.
 
Vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2020 können Städte und private Firmen, die im Auftrag kommunaler Betriebe arbeiten, den Zuschuss des Bundes in Anspruch nehmen. Förderfähig sind sogenannte schwere Kommunalfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen: Hierunter fallen zum Beispiel große Müllwagen, Feuerwehrautos oder Großkehrmaschinen. Die Kosten für eine Nachrüstung liegen bei 15.000 bis 30.000 Euro pro Verkehrsmittel. Anträge bis zum 31. Mai 2019 bezuschusst der Staat mit bis zu 15.000 Euro, Anträge bis zum 1. Juni 2019 mit bis zu 12.000 Euro. Die genaue Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Unternehmensgröße.

Deutschlandweit gibt es laut BMVI schätzungsweise 28.000 förderungsberechtigte Nutzfahrzeuge. Da viele rund um die Uhr im Einsatz sind, lohnt sich vor allem in diesen Fällen eine Nachrüstung der Abgas-Hardware. In insgesamt 65 Städten überschreitet der Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert den zugelassenen Grenzwert von mehr als 40 Mikrogramm/Kubikmeter.

Förderrichtlinie schwere Kommunalfahrzeuge des BMVI (PDF, 1,8 MB)

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