Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Neues Förderprogramm für Nutzfahrzeuge mit Abbiegeassistenzsystem

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat eine neue Förderrichtlinie veröffentlicht, mit der es den Einbau von Abbiegeassistenzsystemen (AAS) unterstützt.

Logo: Förderprogramm ASS, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)Durch den sogenannten toten Winkel kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunglücken mit Fußgängern und Radfahrern, wenn vergleichsweise große Fahrzeuge wie Lastkraftwagen und Busse rechts abbiegen. Eine Möglichkeit, das bestehende Unfallrisiko erheblich zu senken, ist der Einbau eines AAS. Das ist jedoch für Transportfirmen mit Kosten verbunden, die nicht jedes Unternehmen für die gesamte Flotte aus eigener Kraft stemmen kann. Aus diesem Grund hat das BAG nun ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen, das Betriebe aus dem Logistiksektor und Personenverkehr dabei helfen soll.

Dabei haben Speditionen und Verkehrsbetriebe die Wahl: Sie können entweder ein altes Nutzfahrzeug nachrüsten oder neue Lastwagen und Kraftomnibusse mit einem Abbiegeassistenzsystem ausrüsten. Hierbei erhalten Unternehmer einen Zuschuss für das ASS selbst und den Einbau in einer externen Werkstatt. Dazu müssen jedoch bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt sein, die das Bundesamt im Verkehrsblatt „Empfehlungen zu technischen Anforderungen an Abbiegeassistenzsysteme für die Aus- und Nachrüstung“ bekanntgegeben hat.

Bedingung ist zudem, dass die Lkw ein zulässiges Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen aufweisen und Busse über mehr als neun Sitzplätze inklusive des Fahrersitzplatzes verfügen. Auch müssen Antragsteller die Fahrzeuge im Inland anschaffen und betreiben sowie für eine gewerbliche, freiberufliche, gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Tätigkeit einsetzen. Die Frist für die genannte Zweckbindung beträgt zwei Jahre ab dem Zeitpunkt, an dem das Assistenzsystem erstmals genutzt oder abgenommen wird.

Zuwendungsberechtigt sind dabei alle Eigentümer, Halter, Leasingnehmer und Mieter von Kraftfahrzeugen, die in Deutschland zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassenen sind und die Kriterien des Förderprogramms erfüllen. Die Zuwendung beträgt bis zu 80 Prozent der Ausgaben, wobei eine Obergrenze von 1.500 Euro je Einzelmaßnahme und 10 Maßnahmen pro Jahr besteht. Der Einbau des Abbiegeassistenzsystems darf jedoch erst erfolgen, nachdem die Transportfirma den Antrag beim BAG gestellt hat. Weitere Informationen sollen in Kürze auf dem eService-Portal folgen.

Förderprogramm Abbiegeassistenzsysteme „AAS“

Zurück