Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Digitale Blitzerwarner verstoßen gegen Straßenverkehrsordnung

Zeigt die Navigations-App „Google Maps“ Radarfallen auf der Strecke an, handelt es sich dabei um einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO).

Radarfalle auf Autobahn (© Sven - Fotolia) Die Smartphone-Applikation des Internetkonzerns Google zählt weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer. In Deutschland verwenden viele Auto- und Lkw-Fahrern die frei verfügbare Software vor allem als Routenplaner und Navigationsgerät. In die neuste Version hat der Hersteller nun zwei wesentliche Neuerungen implementiert: Künftig erhalten Fahrerzeugführer sowohl Informationen zu Tempolimits als auch zur Position von Blitzern.

Die in das Programm integrierte Warnung verstößt jedoch laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat (DVR) gegen § 23 der StVO. Die Experten des DVR halten sogar das Benutzen der App im Kraftfahrzeug für rechtswidrig, sobald die Funktion freigeschaltet ist.

Nach Einschätzung des Verkehrsvereins ist die neue Funktion nicht nur illegal, sondern gefährdet zudem massiv die Straßenverkehrssicherheit, da sie einem rücksichtslosen Fahrverhalten Vorschub leiste. So könnten Fahrer nach einer Kontrollstation künftig direkt wieder beschleunigen und dabei außer Acht lassen, dass die Blitzer vor allem an besonders gefährlichen Stellen zum Einsatz kommen, an denen sich schwere Unfälle häufen.

Wer sich also via Smartphone Radarfallen anzeigen lässt, riskiert laut Bußgeldkatalog eine Geldstrafe von 75 Euro. Fahrer, die die App während der Fahrt nutzen und dort für die Suche von Kontrollpunkten Text eingeben, müssen sogar 100 Euro zahlen. Wiederholungstätern droht sogar ein Fahrverbot.

Pressemitteilung DVR

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