Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

DEKRA arbeitet an Software zur Unfallprävention

90 Prozent der Verkehrsunfälle beruhen auf menschlichem Fehlverhalten. DEKRA entwickelt daher ein Programm, das eine sichere Fahrweise objektiv messbar macht.

DEKRA Safety Index, © DEKRADie Software „DEKRA Safety Index“ analysiert anhand eines Algorithmus, wie sicher der Fahrzeugführer das Auto, den Lkw oder den Bus bedient. Als Basis hierfür dienen Daten, die das System mithilfe der Bordelektronik oder einer extra dafür entwickelten App sammelt und dann auswertet. Die einzelnen Bewertungsfaktoren sind Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Bremsverhalten sowie Umwelteinflüsse und Fahrerverhalten. Ziel ist es, für Versicherungen, Transportunternehmen und Firmen mit eigenem Fuhrpark ein Werkzeug zu schaffen, mit dem sie ihre Prozesse und Serviceleistungen an die tatsächlichen Sicherheitserfordernisse anpassen können.

Das Besondere an der Softwarelösung ist, dass sie bei Bedarf auch ohne eine Verbindung zum Bordcomputer auskommt. Die Sensoren des Smartphones reichen vollkommen aus. Dazu gehören der Helligkeitssensor, der Kompass und das GPS genauso wie das sogenannte MEMS (mikroelektromechanisches System), das Rotationen und Beschleunigungen erkennt. Die Ergebnisse der Analyse helfen, Unfälle zu reduzieren, Kosten zu senken, die Effizienz zu verbessern und die Lebensdauer der Fahrzeuge zu verlängern.

Derzeit testen die Verkehrs- und IT-Experten von DEKRA bereits erste Prototypen im Alltagsbetrieb. Die Marktreife wollen die Projektverantwortlichen im Frühjahr 2019 erreichen.

DEKRA Digital

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