Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Hessen testet Oberleitungs-Lkw

Auf einem Abschnitt der A5 zwischen Langen/Mörfelden und Weiterstadt fahren ab sofort Lastkraftwagen mit Stromabnehmern.

Oberleitungs-Lkw auf Straße (© Hessen Mobil)An dem Praxistest auf der rund fünf Kilometer langen Strecke nehmen Fahrzeuge von insgesamt fünf Speditionen teil. Zweck des Vorhabens ist es, bis zum Jahr 2022 Daten zum Energieverbrauch, der Wirtschaftlichkeit und der Umweltbilanz zu sammeln. Mit den Informationen will die Straßenbaubehörde Hessen Mobil untersuchen, ob Lkw mit Stromabnehmern praxistauglich sind und in Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen können. Vor dem Hintergrund des Umweltschutzes haben die Modelle vor allem den Vorteil, dass sie nahezu klimaneutral fahren.

Um die Lastkraftwagen mit elektrischer Energie zu versorgen, sind auf den jeweils rechten Fahrstreifen Oberleitungen installiert. Spezielle Sensoren erkennen dann, ob eine solche Leitung über dem jeweiligen Fahrzeug verläuft. Ist das der Fall, fahren die Stromabnehmer aus und versorgen den Motor sowie die verbauten Akkus mit Elektrizität. Entkoppelt sich eine der Zugkombinationen, zum Beispiel bei einem Überholvorgang, wechselt der Antrieb auf Batteriebetrieb. Darüber hinaus sind die Trucks auch mit einem Dieselmotor ausgerüstet: Dieser springt an, wenn die Akkumulatoren leer sind.

Die Bundesregierung fördert das Projekt mit insgesamt 14,6 Millionen Euro. Ein weiterer Testversuch ist bei Lübeck auf der A1 geplant. Zudem sollen in naher Zukunft auch auf der B462 bei Rastatt Oberleitungs-Lkw zum Einsatz kommen.

ELISA (Elektrifizierter, innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen)


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