Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Lang-Lkw bestehen Nachprüfung

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat ein weiteres Mal geprüft, ob überlange Lastkraftwagen deutsche Straßen übermäßig belasten.

Lang-Lkw auf Autobahn (© ab-photodesign - Adobe Stock)Forscher der Bundesanstalt haben nun auch in einer Nacherhebung festgestellt, dass die bis zu 44 Tonnen schweren Lkw die Infrastruktur nicht zusätzlich beschädigen. Das Ergebnis bestätigt Feldversuche, die das BASt im Jahr 2012 begonnen hatte. Zuletzt hatte der Bundesrechnungshof weitere Tests sowie eine Meldepflicht für Zugkombinationen mit einer Länge von bis zu 25,5 Metern gefordert.

Für die Untersuchung hat die Behörde knapp 24.000 Fahrten im Direktverkehr und 500 im kombinierten Verkehr ausgewertet. Die durchschnittliche Gesamtmasse der Fahrzeuge hat dabei bei 33,2 t gelegen. Darüber hinaus haben die Forscher festgestellt, dass nur 6,5 Prozent der Lang-Lkw überladen gewesen sind. Zum Vergleich: Der Anteil der zu schweren konventionellen Lastwagen hat bei 20 Prozent gelegen.

Insgesamt sind auf deutschen Straßen seit 2017 fünf unterschiedliche Typen von überlangen Lastwagen zugelassen. Mit einem Anteil von 46 Prozent ist Typ 3 laut Studie am beliebtesten. Die Ausführung besteht aus einem Lastkraftwagen mit Untersetzachse und einem Sattelanhänger. Insgesamt 25 Prozent entfallen auf Typ 1, eine Sattelzugmaschine mit einem Sattelanhänger, und 28 Prozent auf Typ 2, ein Sattelkraftfahrzeug mit einem Zentralachsanhänger. Typ 4, ein Sattelkraftfahrzeug mit einem Sattelanhänger, und Typ 5, ein Lastkraftwagen mit einem Anhänger, haben jeweils nur einen Anteil von einem Prozent.

BASt: Beanspruchung der Straßeninfrastruktur durch Lang-Lkw – Stufe 2: Nacherhebung (PDF)


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