Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Berlin und Köln: Fahrverbote wegen Luftreinhalteplänen

Beide Metropolen wollen mit Durchfahrverboten die Luftqualität verbessern.

Verkehr Autobahn Köln (© Tatjana Balzer – Adobe Stock)Um den Ausstoß von Stickstoffdioxid zu verringern, hat der Berliner Senat einen neuen Luftreinhalteplan beschlossen. Ziel des Plans ist es, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid bis Ende 2020 einzuhalten. Zu den Maßnahmen gehört ein Durchfahrverbot auf acht Straßen für mit Diesel betriebene Lkw und Pkw bis einschließlich Euro-Norm 5. Insgesamt sind die gesperrten Straßen 2,9 Kilometer lang. Weiterhin gilt ab sofort in fast 60 zusätzlichen Straßenabschnitten Tempolimit 30, was schadstoffintensive Beschleunigungsvorgänge reduzieren soll.

Auch die Stadt Köln will in Zukunft die Grenzwerte für Stickstoffdioxid einhalten. Um das zu erreichen, plant die Kölner Stadtverwaltung, ab August 2019 Durchfahrt-Verbotszonen für Lkw ab 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht (zGG) einzurichten. Linksrheinisch wird die gesamte Innenstadt zwischen Innerer Kanalstraße und Rhein für die schweren Laster gesperrt. Rechtsrheinisch werden Mülheimer Brücke, Bergischer Ring, Pfälzischer Ring, Deutz-Mülheimer Straße, Justinianstraße, östliche Zubringerstraße, Deutzer Ring und das Rheinufer für schwere Güterfahrzeuge dicht gemacht. Das Durchfahrverbot gilt nicht für Lastkraftwagen, die innerhalb der Verbotszone anliefern oder starten.

Der Luftreinhalteplan der Stadt Berlin sieht zusätzlich vor, Linienbusse und kommunale Fahrzeuge mit Elektroantrieb anzuschaffen oder diese entsprechend nachzurüsten. Außerdem ist geplant, die Parkplatzsuche am innerstädtischen S-Bahn-Ring zu vereinfachen. Diese gesamtstädtische Maßnahme soll den Stickstoffdioxidwert mindern.

Pressemitteilung Stadt Berlin
Köln: Fahrverbot

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