Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Anmeldefrist für Klage gegen Lkw-Kartell verlängert

Betroffene Unternehmen können sich noch bis zum 31. August 2019 für die mittlerweile dritte Klage gegen das Lkw-Kartell registrieren.

Richterhammer auf Geldscheinen (© Yingko - Adobe Stock)In den vergangenen zwei Jahren wurden bereits zwei Klagen erhoben. Darin wird für fast 150.000 Lkw Schadensersatz in Milliardenhöhe gefordert. Aufgrund des weiterhin hohen Interesses bereitet der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) mit seinen Partnerverbänden (AMÖ, BWVL, DSLV) aktuell eine dritte Klage vor. Auch hier sind schon mehr als 50.000 Lkw registriert. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wird die Anmeldefrist nun bis Ende August erneut verlängert.

Von 1997 bis 2011, also 14 Jahre lang, bildeten die Lkw-Hersteller MAN, Daimler-Benz, Scania, Volvo/Renault, DAF und Iveco ein illegales Kartell. Dabei seien nicht nur Preise abgesprochen, sondern auch Kosten für neue Emissionssenkungstechnologien an Kunden weitergegeben worden. Dies ging aus Ermittlungen der EU aus dem Jahr 2016 hervor. 3,8 Milliarden Euro Strafe hatte die EU-Kommission damals verhängt.

Für die dritte Klage relevant sind Lkw, die im Zeitraum vom 1. April 2004 bis zum 31. Dezember 2016 erworben oder geleast wurden. Interessierte können sich online unter www.truck-damages.com anmelden.

Pressemitteilung des BGL
Online-Plattform „Truck Damages“

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