Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Verkehr verursacht hohe Folgekosten

Eine Studie des Infras-Instituts zeigt, dass sich die externen Kosten des Verkehrs in Deutschland für das Jahr 2017 auf rund 149 Milliarden Euro belaufen.

 

Viel Verkehr in Stadt (© Gina Sanders – Adobe Stock))Die Studie hat die Höhe und Verteilung der externen Kosten, also jener Kosten, die von Mobilitätsteilnehmenden verursacht, jedoch nicht von ihnen selbst getragen werden, untersucht. Dabei begutachtete das Infras-Institut die Folgekosten für den Straßenverkehr, den Schienenverkehr, den Inlandsluftverkehr und die Binnengüterschifffahrt. Berücksichtigt wurden dabei die Kostenbereiche Klima, Luftverschmutzung, Unfälle, Lärm, Natur und Landschaft sowie vor- und nachgelagerte Prozesse.

Für das Jahr 2017 belaufen sich die Folgekosten des Verkehrs in Deutschland demnach auf etwa 149 Milliarden Euro. Davon verursacht der Straßenverkehr 94,5 Prozent, während 3,8 Prozent auf den Schienenverkehr und jeweils knapp unter 1 Prozent auf den Inlandsluftverkehr und die Binnengüterschifffahrt entfallen. Mit 61 Milliarden Euro oder 41 Prozent sind Unfälle dabei der größte Kostenfaktor. Vor- und nachgelagerte Prozesse und Klimakosten machen 21 Prozent beziehungsweise 18 Prozent der Gesamtkosten aus. Die Bereiche Natur und Landschaft, Luftverschmutzung und Lärm tragen mit jeweils unter 10 Prozent zu den externen Kosten bei.

Hintergrund der Studie ist, dass die letzte Auswertung der externen Verkehrskosten aus dem Jahr 2007 datiert. Die damalige Studie, die auf Basis einer anderen Methodik auf dem Datenstand von 2005 durchgeführt wurde, weist keinerlei nennenswerte Unterschiede im Hinblick auf die prozentuale Kostenverteilung der vier Verkehrsträger auf. Allerdings waren die externen Kosten des Verkehrs 2005 mit rund 80 Milliarden Euro deutlich geringer als 2017.

Schlussbericht: Externe Kosten des Verkehrs in Deutschland für das Jahr 2017 (PDF, 0,36 MB)

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