Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Vorschlag zur Mautumverteilung stößt auf Ablehnung

Die Bundesverbände BWVL und BGL weisen den Vorschlag, die Einnahmen der Lkw-Maut umzuverteilen, zurück.

Maut Verkehrsschild (© jro-grafik – Adobe Stock)Bisher werden alle Einnahmen der Lkw-Maut wieder in die Straße investiert. Vor kurzem hatte Svenja Schulze, Vorsitzende des Bundesumweltministeriums (BMU), vorgeschlagen, diese Einnahmen zukünftig auch für andere Verkehrsträger zu nutzen, um so den Güterverkehr zu verlagern. Dieser Vorschlag ist nun auf Kritik vom Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik e.V. (BWVL) und vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) gestoßen.

So würden laut Christian Labrot, Hauptgeschäftsführer des BWVL, weniger Fördermittel für den Straßenerhalt zu einer geringeren Leistungsfähigkeit dieses Verkehrsnetzes führen. Hier könnte es zu Versorgungsengpässen kommen, wenn Straßen wegen schlechtem Zustand gesperrt werden müssen, warnt auch Adolf Zobler, Vorstandsmitglied des BGL. Zwar seien andere Verkehrsträger ebenfalls auf staatliche Unterstützung angewiesen, man müsse aber sehen, dass Güter zu 80 Prozent per Straße befördert werden. Oft könne man diese nicht ohne Weiteres auf andere Verkehrsmittel verlagern. Zudem bestünde die Gefahr eines aufkommenden Verteilungsstreit um die Bundesmittel.

Darüber hinaus ließe sich die Umweltbilanz auch leichter verbessern, wenn die Mauteinnahmen in langfristige Förderstrategien für energieeffiziente Nutzfahrzeuge fließen würden. Dies habe der BWVL, zusammen mit anderen Verbänden, zu früheren Zeitpunkten bereits angemerkt.

Pressemitteilung des Bundesverbands Wirtschaft, Verkehr und Logistik e.V.

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