Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Bessere psychische Versorgung nach Verkehrsunfällen

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat eine bessere Versorgung für psychisch Geschädigte nach Verkehrsunfällen gefordert.

Psychologische Beratung (© Syda Productions – Adobe Stock)Ein Verkehrsunfall führt nicht nur zu körperlichen Schäden. Unfallbeteiligte leiden infolge eines Unfalls häufig auch unter psychischen Auswirkungen, die in schwerwiegenden Fällen bis zur Arbeitsunfähigkeit führen können. Daher fordert der DVR nun eine bessere Versorgung der Geschädigten sowie einen einfacheren Zugang zu Hilfsangeboten. Ein entsprechendes Versorgungsangebot gebe es derzeit nur im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Anspruch darauf können Betroffene allerdings nur nach Arbeits-, Wege- und Dienstwegeunfällen stellen. Damit künftig allen Geschädigten, also auch Ersthelfern, Zeugen und Angehörigen, nach Verkehrsunfällen geholfen werden kann, fordert der DVR nun ein vergleichbares Angebot für die gesetzliche Krankenversicherung.

Konkret plädiert der DVR für Aus- und Weiterbildungen etwa von professionellen Ersthelfern, der Polizei und Ärzten, die die Sensibilität für psychische Unfallfolgen erhöhen sollen. Außerdem solle es Forschungsprojekte geben, die psychische Folgen und ihre Auswirkungen für Betroffene untersuchen. Damit die Forderungen wirksam umgesetzt werden können, sei es jedoch notwendig, Geschädigten frühzeitig Zugang zu Aufklärungs- und Betreuungsangeboten zu ermöglichen, erklärt der DVR. Außerdem müsse die Kostenübernahme für die Betreuung der Unfallopfer eindeutig geklärt werden.

DVR Forderung zur besseren Versorgung psychisch Geschädigter infolge von Verkehrsunfällen

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