Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Auffahrunfälle auf Autobahnen verhindern

Mit einem umfangreichen Paket an Maßnahmen will Baden-Württemberg zukünftig gegen schwere Unfälle, insbesondere mit Beteiligung von Lkw, vorgehen.

Lkw im Stau auf Autobahn (© Ronald Rampsch - Adobe Stock)Laut einer Ursachenanalyse, die die Baden-Württemberger Ministerien für Verkehr und für Inneres, Digitalisierung und Migration veranlasst hatten, ereignen sich schwere Unfälle auf Autobahnen vor allem an zwei Stellen: am Stauende und in Baustellenbereichen. Innerhalb und im Zulauf von Baustellen seien dafür vor allem Geschwindigkeitsübertretungen verantwortlich, am Stauende in erster Linie fehlender Abstand und Unaufmerksamkeit. Um dagegen vorgehen, stellten die Minister Thomas Strobl und Winfried Hermann nun ein gemeinsames Maßnahmenpaket vor.

Konkret will man dabei auf eine verstärkte Überwachung des Verkehrs sowie auf mehr Polizeimotorräder setzen. Gerade durch Letztere könnten Unfallstellen schneller freigemacht werden, was lange Staus und mögliche Auffahrunfälle häufig bereits im Vorfeld verhindern kann. Zudem sollen neue mobile Stauwarnanlagen eingesetzt werden, die optische Warnsignale geben können. Unterstützend dazu sind akustische Warnungen über CB-Funk und vor Baustellen gegebenenfalls Überholverbote für Lkw vorgesehen.

Dass man sich hier stark auf Lkw konzentriert, liege an dem hohen Gefahrenpotenzial dieser Fahrzeuge, das sich schon alleine durch ihr Gewicht und ihre Größe ergebe. Wie das Innenministerium mitteilt, starben 2018 bei Unfällen mit Lkw auf Baden-Württembergs Straßen insgesamt 104 Menschen, was einem Viertel aller Verkehrstoten entspreche. Daher sollen Lkw-Fahrer zukünftig auch stärker auf fahrfremde Tätigkeiten kontrolliert werden, wie Minister Strobl ankündigt.

Pressemitteilung des Baden-Württemberger Ministeriums für Verkehr

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