Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

ETF: Mehr Schutz für Lkw-Fahrer

Die europäische Transportarbeitergewerkschaft ETF fordert, dass Berufskraftfahrer in Zeiten der Corona-Krise besser geschützt werden.

Fahrer lehnt an Lkw (© New Africa – Adobe Stock)In einer Stellungnahme vom 19. März betonte die ETF, dass sie Verständnis dafür habe, dass Fahrer auch in Zeiten der Krise weiter Güter transportieren müssten. Gleichzeitig kritisierte sie aber auch die Bedingungen, unter denen Fahrer aktuell arbeiten. Kraftfahrer stünden teilweise stundenlang nahe der Grenzen in Staus und hätten auf Langstrecken oft keinen Zugang zu sauberen Sanitäreinrichtungen. Daher fordert die ETF die EU-Kommission dazu auf, einen Notfallaktionsplan umzusetzen, um die Gesundheit der Fahrer zu schützen.

Dieser von der ETF präsentierte Maßnahmenplan sieht vor, dass Fahrer an den Grenzen mobile Sanitäreinrichtungen nutzen können und dass es für sie auch an den Lieferstandorten eine grundlegende Hygieneinfrastruktur gibt. Neben der EU-Kommission nimmt die ETF mit dem Plan auch die Unternehmen in die Pflicht. Diese müssten ihre Fahrer mit wirksamem Desinfektionsmittel ausstatten und sollten sie keine unkritischen Güter mehr ausliefern lassen dürfen. Zudem sollten Fonds eingerichtet werden, die Fahrer nach einer Ansteckung oder im Falle vorübergehender Arbeitslosigkeit unterstützen.

ETF Stellungnahme (Englisch)

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