Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

Schwertransporte: Bundesrat will Straßenverkehrsordnung anpassen

Der Bundesrat hat Anpassungen an der StVO beschlossen, die die Beantragung von Schwertransporten und den Einsatz von Funkgeräten betreffen.

Schwertransport (© EKH-Pictures – stock.adobe.com)Nach dem Beschluss können Schwertransporte ab dem 1. Januar 2021 wieder bei den Behörden beantragt werden, in deren Bezirk das Transportunternehmen seinen Sitz oder eine Zweigniederlassung hat. Die Transportbranche begrüßt diese Entscheidung.

Einsatz von BGL, BSK und TD zeigt Wirkung

Im Frühjahr dieses Jahres hatte der Bundesrat noch andere Pläne für die beschlossene StVO-Novelle. Ursprünglich war vorgesehen, dass nur die Behörden für die Beantragung von Großraum- und Schwertransporten zuständig sind, in deren Bezirk der Transport beginnt oder endet. Dies hätte jedoch zu starken regionalen Verschiebungen im Antragsaufkommen geführt. Daher haben der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), die Bundesfachgruppe Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK) und der Verband Transfrigoroute Deutschland (TD) zahlreiche Gespräche auf Landes- und Bundesebene geführt. Mit Erfolg: Der Paragraph 47 der Straßenverkehrsordnung (StVO) wird angepasst.

Übergangsregelung für Funkgeräte

Im Zusammenhang mit Schwertransporten gab es einen weiteren Beschluss. Der Einsatz von Funkgeräten, die etwa für die Kommunikation mit Begleitfahrzeugen benötigt werden, ist bis zum 30. Juni 2021 weiter ohne Freisprecheinrichtung erlaubt. Grund für diese Übergangsregelung sei, dass es bis dato keine praxistauglichen Freisprecheinrichtungen für Funkgeräte gibt.

Bundesrat: Drucksache 578/20 (Beschluss)

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