LKW auf Landstraße (Foto: Milos Muller / fotolia.com)

Die Schlüsselzahl 95 – Eine Ziffer wirft Fragen auf

Eigentlich ist alles ganz einfach: Die Weiterbildung absolvieren, und mit der Eintragung der Schlüsselzahl 95 im Führerschein ist alles erledigt. Der Einzelfall kann durchaus komplexer sein, denn Harmonisierungsfristen sowie in Teilen unterschiedliche Kenntnisbereiche in den Modulen für Fahrer, die sowohl im Besitz eines Bus- als auch eines Lkw-Führerscheins sind, werfen Fragen auf.

Ziffer 95Die erstmalige Frist zur Eintragung der Schlüsselzahl 95 ist für Busfahrer bereits am 10.09.2013. Diejenigen Busfahrer, deren nächste Führerscheinverlängerung im Zeitraum 10.09.2013 bis 10.09.2015 liegt, dürfen den Eintrag der Schlüsselzahl erst analog ihres individuellen Verlängerungsdatums eintragen lassen. D.h. es gibt zurzeit noch beruflich tätige Busfahrer, die ohne die Schlüsselzahl 95 unterwegs sind. Diese hier genannte Harmonisierungsfrist ist jedoch eine nationale Regelung. In anderen europäischen Ländern gelten zum Teil andere Fristen und Harmonisierungsfristen.

 

 

BerufskraftfahrerEintragung der Schlüsselzahl 95 für Fahrer im internationalen Verkehr empfehlenswert

Die Mitgliedstaaten haben sich grundsätzlich darauf geeinigt, die jeweils nationalen Fristen und Harmonisierungsfristen gegenseitig anzuerkennen. Die Kontrollpraxis im Ausland hat jedoch bereits gezeigt, dass es zu Problemen kommen kann. Um Probleme zu vermeiden, ist eine reguläre Eintragung der 95 für Fahrer im internationalen Verkehr empfehlenswert.

 

 

Busfahrer (© autofocus67 - Fotolia.com)Berufskraftfahrer mit Fahrerlaubnisklassen zur Personen- und Güterbeförderung

Fahrer, die sowohl im Besitz von Fahrerlaubnisklassen zur Personen- und Güterbeförderung sind, bekommen die Schlüsselzahl 95 auf der Grundlage des einmaligen Nachweise von 35 Zeitstunden Weiterbildung innerhalb von 5 Jahren hinter alle betroffenen Fahrerlaubnisklassen eingetragen. In diesen Fällen ist es in jedem Fall empfehlenswert, die Weiterbildung für den Fachbereich zu durchlaufen, in dem man aktuell aktiv beruflich unterwegs ist. Sollte sich das in Zukunft verändern, ist im nächsten 5-Jahresrhytmus natürlich der jeweils andere Fachbereich zu wählen. Nur so kann zu den Zielen der Richtlinie und der Gesetzgebung, nämlich u.a. eine Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit zu erreichen, beigetragen werden. Der Fahrerberuf erfordert es, allein aufgrund der Tatsache, dass sich stetig rechtliche Gegebenheiten verändern oder ergänzt werden, dass sich die Fahrer in ihrem Berufsfeld regelmäßig weiterbilden.

Weiterbildung nicht auf die lange Bank schieben

Trotz der Extra-Frist: Für alle beruflich tätigen Fahrer empfiehlt es sich, die Weiterbildung nicht „auf den letzten Drücker” zu planen. Kommen ein Krankheitsfall oder andere Unwägbarkeiten dazwischen, gefährdet der Fahrer oder das Unternehmen seinen Umsatz oder bekommt sogar rechtliche Schwierigkeiten.

Weiterbildungstermine

 

 

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